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SCHLOSS LITOMYŠL
An der Stelle einer slawischen Burgstätte, die die Slavnikiden errichtet haben sollen und im 15. Jahrhundert zum Besitz der Kostka von Postupice gehörte, enstand in den Jahren 1568 – 1581 zur Zeit des böhmischen Oberstkanzlers Vratislav von Pernštejn, ein Familien- und Prunkschloss aus der Rennaissance. Die Errichtung wurde den kaiserlichen Architekten Giovanni Battista Aostalli und Ulrico Aostalli überlassen. An der Beschmuckung des Schlosses nahmen überwiegend italienische Meister teil (die Sgraffitti an den Fassaden und Giebeln und die beiden Schlachtszenen auf dem grossen Schlosshof). Die Pernštejn das Gut (Schloss und Stadt) in Litomyšl im Jahre 1649 der Adelsfamilie Trauttmansdorff, die das Schloss im Stil des Barocks umgestalten ließ. Diese verkaufte es im Jahre 1753 den Valdštejn-Vartenberk, die den letzten Umbau unternahmen. Nach dem Brand im Jahre 1775 wurde – unter anderem – das kleine Schlosstheater gebaut, dessen einmalige Kulissen vom Wiener Hofmaler Josef Platzer erstellt wurden. In vielen Räumen, hauptsächlich im ersten Stock, hat der
Maler Dominik Dvořák in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts klassizistische Wandmalereien ausgeführt, manche mit geometrischen Motiven, andere mit Landschaften. Im Jahre 1885 wurde das Schloss mit Gut von den Thurn-Taxis gekauft. Diese sind die letzten Besitzer gewesen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Schloss verstaatlicht und 1962 auf Grund seines künstlerischen und architektonischen Wertes und zu Ehren des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana, zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Der berühmte Komponist wurde nämlich am 2. März 1824 in der Schlossbräuerei geboren. Im Jahre 1992 wurde das Schlossareal auf die Liste des Weltkulturerbes UNESCO eingetragen.






